Gondeln und andere Hotspots? Skifahren im ersten Corona-Winter

Online Marco Pappalardo

Unser Gast: Marco Pappalardo

Skibegeisterte in aller Welt stellen sich die Frage, “Gondeln und andere Hotspots” – wie sieht Skifahren im ersten Corona-Winter aus? Wir freuen uns mit dem Marketing Direktor einer der größten Skigebietsvereinigungen der Welt zu sprechen. Dolomiti Superski umfasst, 150 Liftbetreiber mit 1.200 km Abfahrten und ist damit einer der größten Skiverbunde weltweit.

Marco Pappalardo hat im vergangen Jahr seinen Posten als Direktor der Agentur für Presse und Kommunikation des Landes Südtirol, aufgegeben um Marketing Direktor von Dolomiti Superski zu werden. Sein erstes Jahr in dieser Rolle hat sich Marco bestimmt anders vorgestellt…

“Ich bin aber immer noch überzeugt, das sag ich mit aller Stärke, dass es auch eine Zeit nach Corona geben wird. Für diese Zeit müssen wir jetzt investieren. Jetzt müssen wir diese Zeit überbrücken und jetzt müssen wir irgendwie versuchen das Beste daraus zu machen. Aber wir müssen auch schauen, dass man nach dieser Zeit auch am Start steht und möglicherweise ganz vorne starten kann.” (Marco Papallardo)

Bislang ging es im Marketing meist um die Steigerung des Bekanntheitsgrads der Skiregion, jetzt geht es darum den potentiellen Skifahrern andere Inhalte zu vermitteln, ja die Angst vor dem Skifahren zu nehmen. Wir freuen uns auf einen guten Austausch!

Kernaussagen und spannende Zitate

„Die Leute möchten zum Skifahren kommen.” (Marco Papallardo)

“Wir möchten in aller Deutlichkeit sagen und unterstreichen, Skifahren im Freien ist sicher.” (Marco Papallardo)

“Wir brauchen Zusammenarbeit von Seiten der einzelnen Skifahrer, damit das ganze System so rund und so reibungslos laufen kann, wie wir uns das alle gemeinsam vorstellen.” (Marco Papallardo)

“Zum Beispiel haben wir eine Skiers Map realisiert, das ist eine Karte, die sich alle 5 Minuten aktualisiert, also quasi in Echtzeit. Diese Karte wird sowohl in unserer App, wie auch auf unserer Website angezeigt und enthält Informationen über die Füllfrequenz der einzelnen Lifte.“ (Marco Papallardo)

“Wir haben einen Ferienkalender realisiert. […] Dieser baut auf den Besuchsfrequenzen der letzten 30 Jahre auf. […] Wir haben für jeden Tag der Wintersaison eine Rechnung gemacht, ob an einem Tag […] eine niedrige Frequenz bzw. eine mittlere oder eine hohe Frequenz an Skifahrern erwartet wird.“ (Marco Papallardo)

“Die ganze Covid-Geschichte hat Digitalisierungsprozesse […] beschleunigt.” (Marco Papallardo)

“Die Hütte ist ja nichts anderes als ein Restaurant in einem Skigebiet und da gibt es bereits Regeln die man einhalten muss.” (Marco Papallardo)

“Man hat uns klar signalisiert, dass man bereit wäre mehr Geld zu bezahlen, für Leistungen die in irgendeiner Art und Weise Sicherheit vermitteln. Nichtsdestotrotz sind wir der Meinung, dass man die aktuelle Situation nicht ausnutzen sollte, um eine Preiserhöhung zu praktizieren. Das wollen wir nicht machen. Das haben wir nicht gemacht.” (Marco Papallardo)

“In Zeiten wie diesen ist es sehr wichtig, dass man nicht weniger Geld in die Bewerbung investiert, sondern mehr Geld.” (Marco Papallardo)

“Die großen Marken aber auch die Marken, die einen Anspruch haben groß zu werden […] müssen ihre Stärke genau in dieser Zeit auch zeigen.” (Marco Papallardo)

“Die Einheimischen sind uns sehr wichtig. Die Einheimischen sind die Stammkunden von uns, diejenigen Leute die Saison-Skikarten kaufen, […] die eben auch auf der Piste sind, wenn weniger Gäste da sind.” (Marco Papallardo)

“Ich bin sehr optimistisch eingestellt, dass wir eine Saison haben werden. Meine persönliche Meinung ist, dass wir spätestens zu Weihnachten alle Skifahren können.” (Marco Papallardo)

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