Case Study Seehotel Wiesler: 100 % Direktbuchungen, Ø 121.483 € Jahresumsatz aus reaktivierten Gästen

Wie ein familiengeführtes Wellnesshotel ohne Marketingabteilung auf 100% Direktbuchungen kommt & im Schnitt über 121.000€ pro Jahr aus reaktivierten Gästen holt

Woman with brown hair in a bun wearing a green sweater, smiling slightly over her shoulder.
Mara Stäbert
Senior Content Marketing Manager
Erfolgsgeschichte

Updated:

3.9.2026

Wer ohne Marketingabteilung arbeitet, braucht ein Tool, das die Rezeption nebenbei bedienen kann – nicht eines, für das erst eine eigene Stelle geschaffen werden muss. Genau das war die Ausgangslage beim Seehotel Wiesler am Titisee, als Anna Wiesler, dritte Generation des Familienbetriebs, 2021 nach einem Newsletter-Tool suchte. Die folgende Auswertung von fünf Jahren Buchungsdaten seit Go-live, ergänzt um ein Video-Interview mit Anna Wiesler, zeigt einen klaren Gewinner, eine verlässliche zweite Umsatzquelle – und eine Kennzahl, bei der ehrlich hingeschaut werden muss.

1. Ein Familienhotel, eine Person fürs Marketing

Das Seehotel Wiesler liegt am Titisee im Schwarzwald und wird in dritter Generation familiengeführt – ein reines Wellnesshotel mit rund 40 Mitarbeitenden. Groß genug für ein durchgehendes Gästeaufkommen, klein genug, dass es keine eigene Marketingabteilung gibt. Anna Wiesler übernimmt diese Rolle selbst: Sie schreibt die Newsletter, richtet die Kommunikation vor und nach dem Aufenthalt ein und beantwortet jede Post-Stay-Nachricht persönlich.

TIPP  Wenn ihr wie das Seehotel Wiesler ohne eigene Marketingabteilung arbeitet, achtet bei der Systemwahl weniger auf den Funktionsumfang als auf die Bedienbarkeit im Tagesgeschäft. Ein Tool, das eine einzelne Person nebenbei pflegen kann, wird auch wirklich genutzt.

2. Vor Smart Host: ein Hotelprogramm, aber kein Marketing-Tool

Vor Smart Host gab es im Seehotel Wiesler ein klassisches Hotelprogramm, aber kein System, das Gästedaten für Marketingzwecke nutzbar machte. Wer wie oft da war, welche Interessen jemand hatte, wer zu welcher Saison bucht: All das lag zwar irgendwo im PMS, aber unübersichtlich verstreut, statt auf einen Blick sichtbar.

„Wir waren auf der Suche nach einem Marketing-Tool, weil wir gerne Newsletter verschicken wollten, und als kleines Hotel mit 40 Mitarbeitern muss es natürlich etwas sein, das wir auch selbst bedienen können, weil wir keine große Marketingabteilung haben.“

Anna Wiesler, 3. Generation, Seehotel Wiesler

TIPP  Fragt euch vor jeder Software-Entscheidung nicht nur, was das Tool kann, sondern wer es am Montagmorgen tatsächlich bedient – das ist der Unterschied zwischen einem Tool, das eingeführt wird, und einem, das im Schrank landet.

3. Der Aha-Moment: nicht an alle schicken, sondern an die Richtigen

Der Unterschied lag nicht darin, mehr Newsletter zu verschicken, sondern gezielter. Anna Wiesler wollte ausdrücklich vermeiden, Gäste mit irrelevanter Werbung zu belästigen.

„Uns war wichtig, dass wir die Gäste nicht belästigen – dass wir keine Werbung schicken in dem Sinne, dass die Gäste einfach E-Mails von uns bekommen. Mit Smart Host haben wir die Möglichkeit, genau die Gäste anzusprechen, die sich gerade für einen Urlaub interessieren.“

Anna Wiesler, 3. Generation, Seehotel Wiesler

Die KI-gestützte Kategorisierung nach Buchungstyp und Saison-Interesse übernimmt dabei die Vorauswahl: Gäste, die nie im Winter buchen, bekommen keinen Winter-Newsletter. Der zweite, überraschendere Effekt zeigte sich bei der Vorausbuchung: Gäste, die ein halbes Jahr vorher auf die kommende Saison hingewiesen werden, buchen spürbar früher, was dem Hotel mehr Vorlauf gibt, um auf einzelne schwächere Wochen zu reagieren.

TIPP  Segmentiert zuerst nach dem, was Gäste nachweislich NICHT interessiert (z. B. bucht nie im Winter), bevor ihr euch mit komplexer Zielgruppenbildung aufhaltet. Der größte Relevanz-Gewinn liegt oft im Ausschluss, nicht in noch feinerer Zielgruppenbildung.

4. Das System: Segmentieren → Personalisieren → Automatisieren → Weiterentwickeln

Aus dem Interview lässt sich der Ablauf in vier wiederkehrende Bausteine zusammenfassen (eine aus dem Gespräch abgeleitete Beschreibung, kein vom Kunden benanntes Framework):

1.  Segmentieren: Der Algorithmus kategorisiert Gäste nach Buchungstyp und Saison-Interesse und generiert daraus Empfängerlisten.

2.  Personalisieren: Differenzierte Kampagnenmodule und Pre-Stay-Mails – Erstgäste bekommen eine andere Nachricht als Stammgäste.

3.  Automatisieren: KI-Textgenerierung für Newsletter-Inhalte erspart das wiederholte Neuschreiben derselben Saison-Tipps.

4.  Weiterentwickeln: Eigene Ideen werden laufend eingereicht und, soweit machbar, umgesetzt – neue Kampagnenmodule und Pre-Stay-Varianten kamen so im Zeitverlauf dazu.

TIPP  Baut Textgenerierung nicht nur für Neukunden-Kampagnen ein, sondern auch für wiederkehrende Post-Stay-Antworten. Genau dort entsteht laut Anna Wiesler die größte Zeitersparnis, weil sich Gästefeedback inhaltlich oft wiederholt.

5. Best Practice: Reaktivierungskampagnen in Zahlen

Der stärkste, am direktesten auf Smart-Host-Kampagnen zurückführbare Effekt ist die Reaktivierung ehemaliger Gäste: Buchungen aus einer Smart-Host-Kampagne, bei denen die letzte Abreise des Gastes mindestens 365 Tage vor der Buchungserstellung lag.

Jahr

Jahr

Umsatz aus reaktivierten Gästen

2022

142.608,94 €

2023

160.311,00 €

2024

99.609,68 €

2025

83.404,68 €

Ø 2022–2025

121.483,58 €

Auffällig: In den beiden Jahren nach dem Wechsel des Hotelprogramms zu Mews im Juli 2024 liegen die Werte niedriger als in den beiden Jahren davor. Ob und in welchem Umfang der Systemwechsel hier eine Rolle spielt, lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht abschließend beantworten – auch im schwächsten der vier Jahre kamen aber noch über 83.000 € allein aus reaktivierten Alt-Gästen.

TIPP  Wertet Reaktivierungskampagnen separat von der allgemeinen Wiederbuchungsrate aus. Beide Kennzahlen können sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln, wie das Beispiel Wiesler zeigt – ohne getrennte Betrachtung geht das unter.

6. Das Ergebnis: 100 % Direktbuchungen – und ein ehrlicher Blick auf die Wiederbuchungsrate

Direktbuchungsanteil: 100 %. Von allen Buchungen, die zwischen 1. August 2025 und 31. Juli 2026 erstellt wurden, kamen 69,4 % direkt beim Hotel und 30,6 % über die eigene Buchungsmaschine DIRS21 herein – 0 % über eine OTA. Gegengeprüft an 57.705 Gast-E-Mail-Adressen; dieselbe Erkennungsmethode findet bei einem vergleichbaren Betrieb Tausende Booking.com-Gäste. Das beweist, dass keine OTA-Buchung in unseren Systemen ankommt – nicht, dass das Hotel grundsätzlich keine annimmt.

Reaktivierungsumsatz: Ø 121.483,58 € pro Jahr – Details siehe Tabelle oben.

Wiederbuchungsrate: erholt, aber nicht auf Vorkrisenniveau. In den vier vollen Jahren vor der coronabedingten Schließung (2016–2020) lag sie bei 37,22 %, 35,15 %, 36,24 % und 35,28 %. Im ersten vollen Jahr nach Go-live lag sie bei 31,18 % – ein Rebound aus einem Schließungsjahr, keine echte Verbesserung. Bereinigte Juni-bis-Oktober-Fenster zeigen sogar einen leichten Rückgang: 34,48 % (2019), 33,04 % (2021), 31,90 % (2022).

„Es ist professioneller geworden über Smart Host, weil wir jetzt einen richtigen Plan haben, was wir wann wie schicken – und dadurch sind wir im Endeffekt auch schneller.“
Anna Wiesler, 3. Generation, Seehotel Wiesler

7. Fünf Learnings für euer Hotel

1.  Ein System kann eine Marketingabteilung ersetzen, die es nicht gibt – wenn Segmentierung und Textentwürfe weitgehend automatisiert sind.

2.  Segmentierung verhindert Streuverluste: Wer nie im Winter bucht, bekommt keinen Winter-Newsletter – das erhöht Relevanz und Akzeptanz beim Gast.

3.  Vorausbuchung ist ein Frühwarnsystem: Wer Gäste ein halbes Jahr vorher informiert, bekommt Buchungen früher und mehr Zeit, auf schwache Wochen zu reagieren.

4.  Reaktivierung ist die verlässlichste Umsatzquelle im Datensatz – mindestens 83.000 € pro Jahr, auch im schwächsten der vier gemessenen Jahre.

5.  Nicht jede Kennzahl verbessert sich linear, und das gehört in die Auswertung: Ein Tool schafft Möglichkeiten, eine sechsmonatige Schließung gleicht es nicht automatisch aus.

Genau darin liegt der Punkt: Die Ergebnisse oben sind nicht das Resultat einer großen Marketingkampagne, sondern eines Hotel-CRM, das im Tagesgeschäft mitläuft – bedient von einer Person ohne Marketing-Hintergrund. Wenn auch euer Hotel ohne eigene Marketingabteilung arbeitet:

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Über die Autorin
Mit Gespür für Brand, visuelle Klarheit und emotionales Storytelling entwickelt und steuert Mara Markenkommunikation über Social Media, Content, E-Mail, Webinare und Events hinweg. Sie verbindet Marketingstrategie mit kreativem Gespür für Bild, Video und Design und wird dabei von der Idee angetrieben, Smart Host nicht nur sichtbar, sondern spürbar zu machen.
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Mara Stäbert
Senior Content Marketing Manager

FAQs:

Wie hoch ist der Direktbuchungsanteil beim Seehotel Wiesler?
100 %. Von allen Buchungen, die zwischen August 2025 und Juli 2026 erstellt wurden, kamen 69,4 % direkt beim Hotel und 30,6 % über die eigene Buchungsmaschine DIRS21 – keine einzige über eine OTA.
Was bringt eine Reaktivierungskampagne im Hotel-CRM konkret?
Beim Seehotel Wiesler im Schnitt 121.483,58 € Jahresumsatz (2022–2025) aus Buchungen, bei denen die letzte Abreise des Gastes mindestens 365 Tage vor der Buchungserstellung lag.
Verbessert ein Hotel-CRM automatisch die Wiederbuchungsrate?
Nicht zwangsläufig und nicht linear. Beim Seehotel Wiesler stieg sie nach der pandemiebedingten Schließung, blieb aber mit 31,18 % unter dem Vorkrisenniveau von rund 35–37 %.
Braucht ein kleines Hotel ohne Marketingabteilung überhaupt ein CRM?
Gerade dann lohnt es sich meist am stärksten. Beim Seehotel Wiesler laufen Newsletter, Segmentierung und Gästekommunikation bei einer einzigen Person nebenbei – ohne Automatisierung kaum in diesem Umfang zu leisten.
Wie lange dauert die Implementierung eines Hotel-CRMs?
Die technische Einrichtung dauert wenige Wochen. Der wirkliche Zeitfaktor liegt in Datenaufbereitung, Pre-Stay-Konzeption und Team-Schulung. Im Hotel Esplanade Dortmund war die Basis nach etwa acht Wochen live, die vollständige Nutzung inklusive segmentierter Newsletter nach rund sechs Monaten Routine-Etablierung.
Was ist der Unterschied zwischen PMS und CRM im Hotel?
Ein PMS (Property Management System) verwaltet Reservierungen, Zimmerzuteilungen, Rechnungen und operative Abläufe. Ein CRM (Customer Relationship Management) verwaltet Gästedaten, Segmentierung und Kommunikation über den Aufenthalt hinaus. PMS ist operativ, CRM ist strategisch. Beide ergänzen sich – Smart Host arbeitet z. B. nahtlos mit Mews, Apaleo und weiteren cloudbasierten PMS zusammen.
Was passiert mit den Gästedaten bei einem PMS-Wechsel?
Ohne externes CRM gehen sie zu einem großen Teil verloren. Im Hotel Esplanade Dortmund wurde ein erheblicher Teil der Buchungen initial nicht korrekt übertragen. Wünsche, Notizen und Historie waren teilweise nicht extrahierbar. Ein CRM als zweite Datenheimat sichert Gästewissen unabhängig vom PMS ab – ein Argument, das oft erst nach dem Wechsel verstanden wird.
Wie bekomme ich E-Mail-Adressen von Booking.com-Gästen?
Booking.com übermittelt nur eine anonymisierte Alias-Adresse. Der Workflow im Hotel Esplanade: Beim Check-in fragt das Empfangsteam am Tablet die echte E-Mail-Adresse ab und trägt sie im PMS ein. Die Booking-Adresse wird überschrieben. Anschließend läuft eine automatisierte „Buch beim nächsten Mal direkt"-Kampagne über Smart Host.
Wie viel Zeit muss ich als Hotelier pro Woche für ein CRM einplanen?
Nach der Einrichtungsphase reichen laut Katja Kortmann 10 bis 15 Minuten pro Newsletter, einmal im Monat. Automatisierte Touchpoints (Pre-Stay, Post-Stay, Geburtstage, Come-Back) laufen im Hintergrund. Wichtig ist die Disziplin, den festen Termin im Monat einzuhalten. Wer weniger Zeit hat, kann mit einem einzigen Touchpoint starten.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Hotel CRM und einem klassischen Gästemanagement-System?
Ein Gästemanagement-System speichert Gästedaten, ein Hotel CRM nutzt sie automatisiert für personalisierte Kommunikation, Angebote und Kampagnen. Laut Medallia sind 61 % der Hotelgäste bereit, für eine personalisierte Erfahrung mehr zu zahlen, aber nur 23 % erleben ihren letzten Aufenthalt tatsächlich als stark personalisiert – genau diese Lücke schließt ein CRM durch Automatisierung statt manueller Listenpflege.
Lohnt sich ein Hotel CRM auch für kleinere Häuser?
Ja, denn der Effekt entsteht durch systematische Rückgewinnung von OTA-Erstgästen, nicht durch Hotelgröße. Direktbuchungen bringen laut SiteMinder im Schnitt 62 % mehr Umsatz pro Buchung als OTA-Buchungen – relevant ist also, wie viele eurer Gäste aktuell überhaupt gezielt zu Direktbuchern entwickelt werden, unabhängig von der Zimmerzahl.
Wie wichtig ist die PMS-Integration bei der Wahl eines Hotel CRM?
Sehr wichtig: In der HotelTechReport 2026 PMS Impact Study stufen 44 % der Hotelbetriebe CRM- und Gästemarketing-Integrationen als betrieblich kritisch ein, und 91 % sagen, ihr PMS treibe direkt Umsatzwachstum. Ohne Echtzeit-Anbindung ans PMS pflegt das Team Gästedaten doppelt – das kostet Zeit und erzeugt Fehler.
Was ist der Unterschied zwischen Cendyn, Revinate, dailypoint und Smart Host?
Die Anbieter unterscheiden sich vor allem im historischen Schwerpunkt: Cendyn kommt aus dem Enterprise-Bereich, Revinate aus dem E-Mail-Marketing, dailypoint aus der Konsolidierung großer, verteilter Datenquellen. Smart Host bedient sowohl unabhängige Hotels als auch Hotelgruppen im DACH-Raum, mit nativer Echtzeit-Integration unter anderem in Apaleo statt eines reinen Datenexports.
Was kostet OTA-Abhängigkeit ein Hotel konkret?
OTA-Buchungen bringen laut SiteMinder im Schnitt 38 % weniger Umsatz pro Buchung als Direktbuchungen (320 $ vs. 519 $) und werden laut Cloudbeds mit 21,8 % mehr als doppelt so häufig storniert wie Direktbuchungen (10,6 %). Zusammen mit OTA-Kommissionen von meist 15–30 % pro Buchung (Cloudbeds, OTA Commission Guide 2026) ergibt sich ein deutlicher Margendruck gegenüber direkt gebuchten Gästen.
Wie kann ein Hotel den OTA-Anteil senken?
Durch systematische Segmentierung der eigenen Gästedaten und mehrstufige Angebotskampagnen über eigene Kanäle. Die Lerch Genusswelten haben 2025 die OTA-Umsätze in einem Haus um 500.000 € reduziert und gleichzeitig 738.000 € mehr Direktumsatz über Smart-Host-Angebotskampagnen generiert – bei nur 3 % Preissteigerung, also nicht durch teurere Übernachtungen erklärbar.
Was ist ein Vertriebsmix-Shift in der Hotellerie?
Ein Vertriebsmix-Shift beschreibt die aktive Verschiebung von Buchungen zwischen Vertriebskanälen – typischerweise weg von OTAs und Reiseveranstaltern hin zu Direktbuchungen. Er ist messbar an der Veränderung der Umsatzanteile je Kanal bei stabiler Auslastung und ist damit ein zentraler KPI für Hotelgruppen, die ihre OTA-Provision senken wollen.
Wie viele Newsletter-Kampagnen sollte ein Hotel pro Jahr versenden?
Es kommt weniger auf die Anzahl an, sondern auf die Zielgruppen-Segmentierung. Lerch Genusswelten hat 2025 mit rund 120 Kampagnen über sieben Häuser 7,06 Mio. € Umsatz generiert – also ungefähr 17 Kampagnen pro Haus und Jahr, verteilt auf Plan-, Sonder-, Autopilot- und Angebotskampagnen.
Was macht eine dreistufige Angebotskampagne so wirksam?
Bei der Alpenfrühling-Kampagne 2025 im Panoramahotel Oberjoch generierte Versand 1 nur 11,9 % des Umsatzes, Versand 2 (Erinnerung) 32,7 % und der Last Call 55,3 %. Wer Angebote in drei Stufen ausspielt (Inspiration, Erinnerung, Last Call), holt bei derselben Zielgruppe deutlich mehr Buchungen ab als mit einem einzelnen Versand.
Welche Rolle spielt ein Hotel-CRM beim Direktvertrieb?
Ein Hotel-CRM verbindet PMS-Daten mit Kampagnenlogik und macht Segmentierung nach Zielgruppe, Kundenstatus, Verhalten, Anlass, Saison und Lead Time operativ steuerbar. Erst diese Infrastruktur erlaubt es, Newsletter als Vertriebskanal zu nutzen – nicht nur als reines Marketing-Instrument.
Kann ich KI-generierte Hotel-Newsletter 1:1 verwenden?
Ihr könnt – aber ihr solltet nicht. KI liefert einen starken ersten Entwurf in Sekunden. Lest drüber, passt den Ton auf euer Hotel an, fügt echte Details ein: Namen von Teammitgliedern, reale Angebote, lokale Besonderheiten. Das macht den Unterschied zwischen "klingt nach KI" und "klingt nach uns".
Welche KI eignet sich am besten für Hotel-Newsletter?
ChatGPT (GPT-4o), Claude (Anthropic) und Google Gemini sind alle solide Optionen für Hotel-E-Mail-Marketing. Am wichtigsten ist der Prompt, nicht das Tool. Ein präziser Prompt liefert auf jeder Plattform bessere Ergebnisse als ein vager.
Wie lang sollte ein Hotel-Newsletter sein?
Für Direktbuchungs-Kampagnen: 100–150 Wörter + klarer CTA. Für Storytelling-Newsletter: 180–250 Wörter. Gäste scannen, sie lesen nicht jeden Satz. Kürzer ist fast immer besser.
Wie oft sollten Hotels Newsletter verschicken?
1–2 Mal pro Monat für allgemeine Kampagnen ist ein guter Rhythmus. Dazu kommen automatisierte Trigger-Mails (Geburtstag, Pre-Arrival, Post-Stay) – die laufen immer im Hintergrund, unabhängig vom Redaktionsplan.
Was ist eine gute Öffnungsrate für Hotel-Newsletter?
Der Branchendurchschnitt für Hospitality-E-Mails liegt bei ca. 20–25 %. Mit personalisierten, segmentierten Kampagnen über Smart Host erreichen Hotels durchschnittlich 36,3 % Öffnungsrate. Der Unterschied: Relevanz. Eine E-Mail, die zur richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt kommt, wird geöffnet.
Welche KPIs sollte ein Hotel monatlich tracken?
Die wichtigsten monatlichen Hotel-KPIs sind: Net Promoter Score (NPS), Repeat Guest Rate, Conversion Rate von E-Mail-Kampagnen, durchschnittliche Bewertungspunkte auf Buchungsplattformen und Direktbuchungsanteil. Diese Kennzahlen messen nicht nur Umsatz, sondern Gästeloyalität und Marketingeffizienz.
Was ist der Net Promoter Score (NPS) und wie berechnet man ihn?
Der NPS misst, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Gast das Hotel weiterempfiehlt. Gäste antworten auf einer Skala von 0–10. Promotoren (9–10) minus Detraktoren (0–6) ergibt den NPS-Wert. Ein NPS über 50 gilt in der Hotellerie als sehr gut.
Was ist eine gute Repeat Guest Rate für Hotels?
Eine Repeat Guest Rate von 20–30 % gilt für Stadthotels als solider Richtwert. Resorts und Boutique-Hotels mit starker Markenbindung erreichen oft 35–50 %. Steigt die Rate, sinken Akquisekosten — jeder Stammgast spart Marketing-Budget.
Warum sind Vanity Metrics wie Social Media Follower für Hotels wenig aussagekräftig?
Follower-Zahlen zeigen Reichweite, aber keineBuchungen oder Loyalität. Ein Hotel mit 50.000 Instagram-Followern aber niedrigem NPS und geringer Wiederbuchungsrate hat ein strukturelles Problem. KPIs sollten immer an echte Geschäftsergebnisse gekoppelt sein.
Was ist der Unterschied zwischen Gästezufriedenheit und Gästeloyalität?
Zufriedenheit bedeutet, dass ein Gast den Aufenthalt positiv bewertet. Loyalität bedeutet, dass er wiederkommt und das Hotel empfiehlt. Ein Gast kann zufrieden sein, aber trotzdem beim nächsten Mal woanders buchen — z.B. wegen eines Angebots. Loyalität entsteht durch emotionale Bindung, nicht nur durch guten Service.

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