Case Study Panoramahotel Oberjoch von  Lerch Genusswelten: −500.000 € OTA, +738.000 € Direktumsatz

Wie die Lerch Genusswelten mit Smart Host in einem Haus 500.000 € OTA-Kosten senkten und gleichzeitig 738.000 € mehr Direktumsatz erzielten.

Mara Stäbert
Senior Content Marketing Manager
Erfolgsgeschichte

Updated:

7.7.2026

Im Hotelmarkt entscheidet 2026 nicht mehr nur der Preis – sondern wie gut ihr eure Gäste kennt, versteht und individuell ansprecht. Wer weniger an OTA-Portale bezahlen will, muss seine eigenen Direktkanäle stärken. Genau das haben die Lerch Genusswelten getan: eine familiengeführte Allgäuer Hotelgruppe mit sieben Häusern, die 2025 den Vertriebsmix aktiv gedreht hat.

Auf der upnxt Hospitality 2026 in Berlin haben wir mit Kassandra Weber (Leitung Sales & Marketing) und Laura Reusche (stellv. Leitung Marketing & Kommunikation) die komplette Story aufgezeichnet. Hier sind die Erkenntnisse für eure eigene Hotelgruppe.

Wenn ihr die ganze Story mit allen Zahlen, dem dreistufigen Kampagnenaufbau und den fünf Learnings als PDF wollt: Case Study als E-Book kostenlos herunterladen.

Sieben Häuser, ein Revenue-Team

Zur Lerch Genusswelten gehören sieben familiengeführte Häuser im Allgäu – vom Wellness-Resort über das Smart Mountain Hotel bis zum 5-Sterne-Camping am Forggensee:

  • Panoramahotel Oberjoch – Wellnesshotel auf 3.000 m² Alpin-SPA · 114 Zimmer
  • BergBuddies – Smart Mountain Hotel in Oberjoch 24 Zimmer
  • Alpin Chalets – Privat-Chalets mit Sauna, Kamin und Warmwasserzuber 13 Chalets
  • Alpin Lodges – 9 Ferienwohnungen mit eigener Sauna
  • Hotel Das Weitblick Allgäu – Marktoberdorf, moderne Küche & Wellnessrituale 98 Zimmer
  • Hotel Sommer – Füssen am Forggensee, Blick auf Schloss Neuschwanstein 81 Zimmer
  • Camping Brunnen – 5-Sterne-Niveau am Forggensee

Kassandra Weber verantwortet als Leitung Sales & Marketing die ganze Gruppe. Sie hat selbst drei dieser Häuser geleitet, bevor sie 2023 das gruppenweite Revenue-Team mit aufgebaut hat: 1 Revenue-Verantwortliche, 4 Personen im Marketing, 2 im Sales.

Tipp: Baut eine Rolle im Team auf, die zwischen Sales, Revenue und Marketing übersetzt. Ohne diese Rolle bleibt Segmentierung Theorie.

Vor Smart Host: die Mailchimp-Routine

Wie sah Newsletter-Marketing bei den Lerch Genusswelten vor Smart Host aus? Ein Newsletter pro Monat, mit Mailchimp versendet, Empfängerlisten händisch aus dem PMS gezogen. Ohne richtige Strategie, ohne Segmentierung.

„Mailchimp, einmal im Monat. Listen händisch aus dem PMS. Ohne echte Strategie. Für uns war das damals völlig normal – wir hatten uns mit den Möglichkeiten einfach noch nicht beschäftigt und wussten nicht, was alles möglich ist.“
– Kassandra Weber, Leitung Sales & Marketing

Klingt vertraut? Genau das ist der Punkt. Die Lerch-Gruppe war nicht rückständig – sie  war typisch. Die meisten Hotelgruppen versenden Newsletter so, wie sie sie immer versendet haben: an alle, ohne klare Zielgruppe, ohne klaren Umsatzbezug. Das Ergebnis: ordentliche Öffnungsraten, mittelmäßige Klickraten, kein messbarer Buchungs-Effekt – und wachsende Abhängigkeit vom OTA-Kanal.

Tipp: Wenn ihr euren letzten Mailchimp-Newsletter nicht in Euro Umsatz messen könnt, versendet ihr auch keinen Vertriebskanal – sondern Deko.

Der Aha-Moment: dasselbe Segment, zwei Häuser, gegensätzliche Entwicklung

2023 haben die Lerch Genusswelten begonnen, einmal pro Jahr die PMS-Daten nach Gästesegmenten auszuwerten – Paare, Familien, Gruppen, Freunde/Bekannte. Saisonal, mit Vorjahresvergleich.

Das überraschende Ergebnis:

Im Panoramahotel Oberjoch sind Familien rückläufig (−4,3 % Anteil). Im BergBuddies sind Familien dagegen organisch gewachsen – mittlerweile sind sie mit 35,7 % Anteil das stärkste Segment.

Dasselbe Segment. Zwei Häuser unter einem Dach. Gegensätzliche Entwicklung.

Im BergBuddies hat das Wachstum 106.455 € mehr Umsatz im Familien-Segment gebracht – ohne dass das Marketing aktiv Familien beworben hätte. Die Gäste waren der Strategie voraus.

Noch interessanter wird's saisonal: Im BergBuddies sind im Winter 47,5 % der Buchungen Familien, im Sommer dagegen 43,1 % Paare. Ein Haus, eine Quelle, zwei völlig unterschiedliche Kernzielgruppen je Saison.

Tipp: Wertet eure Kernsegmente mindestens 1× pro Jahr aus dem PMS aus – saisonal, mit Vorjahresvergleich. Ohne diese Auswertung seht ihr Verschiebungen nicht.

Das System: vier Akte einer Newsletter-Strategie

Auf Basis dieser Erkenntnisse hat Laura Reusche die komplette Newsletter-Strategie von Grund auf aufgebaut. Sie funktioniert in vier Akten – und wiederholt sich jährlich:

  1. Idee – Zielgruppe, Kampagnenart, Lead Time definieren. Mit den Lerch Genusswelten segmentieren sie in sechs Dimensionen: Zielgruppe · Status · Verhalten · Anlass · Saison · Lead Time.
  2. Jahresplan – Zentraler Redaktionsplan in Monday, alle sieben Häuser parallel sichtbar. Automatisierte Freigabe-Flows mit Rezeption und Direktion.
  3. Umsetzung – Vier Kampagnenarten laufen parallel: Plan (Inspiration) · Sonder (Interesse) · Autopilot (Bindung) · Angebot (Buchung).
  4. Auswertung – Smart-Host-Analytics, Haus-für-Haus-Vergleich. Was funktioniert, geht in den Plan 2026. Was nicht, fliegt raus.

Die Wirkkette dahinter: Inspiration → Interesse → Bindung → Buchung.

Tipp: Denkt Newsletter nicht in Sendungen, sondern in Kampagnen. Drei Versendungen an eine Zielgruppe schlagen 30 Versendungen an alle.

Best Practice: die dreistufige Angebotskampagne

Wie die vierte Kampagnenart konkret Umsatz macht, zeigt die Kampagne „Alpenfrühling" im Panoramahotel Oberjoch (2025):

Versand

Rolle

Umsatz

Anteil

Versand 1

Inspiration / Angebot

25.253 €

11,9 %

Versand 2

Erinnerung

69.251 €

32,7 %

Versand 3

Last Call

117.116 €

55,3 %

Gesamt

Drei Versendungen · eine Zielgruppe

211.620 €

100 %

Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt aus dem Last Call. Das ist nicht zufällig – das ist die wiederkehrende Lerch-Genusswelten-Erkenntnis: „Der Last Call generiert immer die meisten Actions."

Wichtig: Dieselbe Mechanik funktioniert nicht überall gleich. Die Kampagne „Mädels-Auszeit" im BergBuddies mit demselben dreistufigen Aufbau brachte in Versand 2 und 3 null Buchungen – Zielgruppe zu klein, Interessen anders. Was im einen Haus zündet, kann im anderen floppen.

Tipp: Testet dieselbe Mechanik pro Haus separat. Kopiert keine Templates ohne Anpassung.

Der Vertriebsmix-Shift: 500.000 € weniger OTA

Schauen wir jetzt auf das, was am Ende für die Geschäftsführung zählt – den Vertriebsmix.

Mit der neuen Newsletter-Strategie haben die Lerch Genusswelten 2025:

  • +738.000 € Angebotsumsatz über eigene Smart-Host-Kampagnen
  • −500.000 € OTA / Reiseveranstalter
  • Klassische Raten stabil · Direktanteil stabil stark

Über das ganze Jahr 2025 betrachtet:

  • 120 Smart-Host-Kampagnen über alle Häuser
  • Ø 36,5 % Öffnungsrate · Ø 7,8 % Klickrate
  • 8.697 Anfragen · 4.563 Reservierungen
  • 7,06 Mio. € Umsatz aus Smart-Host-Kampagnen

„Es geht nicht darum, immer günstiger zu sein. Es geht darum, dem richtigen Gast im richtigen Moment das passende Angebot zu zeigen.”
– Kassandra Weber, Leitung Sales & Marketing

Das ist die zentrale Erkenntnis dieser Case Study – und der Punkt, an dem CRM aufhört, Software zu sein, und anfängt, Revenue-Strategie zu werden.

Tipp: Rechnet euren Newsletter-Umsatz nicht auf die Öffnungsrate, sondern auf euren Vertriebsmix. Der wahre Effekt zeigt sich erst dort.

Fünf Learnings für eure Hotelgruppe

Was nehmt ihr aus der Lerch-Genusswelten-Case-Study mit, wenn ihr Newsletter selbst ernsthaft als Vertriebskanal aufstellen wollt?

  1. Segmente jährlich aus dem PMS auswerten. Saisonal, mit Vorjahresvergleich. Ohne diese Auswertung seht ihr Verschiebungen nicht – und steuert blind.
  2. Newsletter in Kampagnen denken, nicht in Sendungen. Drei Versendungen an eine Zielgruppe schlagen 30 Versendungen an alle. Der Last Call macht den Großteil.
  3. Strategie braucht Flexibilität. Was im einen Haus funktioniert, kann im anderen floppen. Testet je Haus, kopiert keine Templates.
  4. Bindet das Team ein. Pre- und Post-Stay-Umfragen sind kein Feedback-Tool, sondern ein Segmentierungs-Motor. Front Office, Service und Marketing schauen zusammen drauf.
  5. Measure. Improve. Repeat. Kontinuierlich messen, optimieren, wiederholen. Smart-Host-Analytics zeigen euch je Haus, was läuft – und was raus muss.

Warum “CRM well done” die neue Revenue-Strategie ist

Was die Lerch Genusswelten zeigen: Wer Newsletter als Marketing-Pflicht versteht, lässt Umsatz liegen. Wer Newsletter als Vertriebskanal versteht, dreht den Vertriebsmix aktiv.

Smart Host ist dabei die Infrastruktur, auf der das funktioniert – mit echter PMS-Schnittstelle, granularer Segmentierung und Analytics, die Haus-für-Haus-Vergleiche ermöglichen.

Wenn ihr wissen wollt, was bei euch konkret an Vertriebsmix-Potenzial liegt, schaut euch die ganze Case Study im kostenlosen E-Book an – oder lasst euch Smart Host einfach von unserem Team zeigen.

▸ Jetzt mit dem Team sprechen!

Diese Case Study basiert auf der gemeinsamen upnxt-Masterclass „Ungenutztes Umsatzpotenzial" mit Kassandra Weber (Leitung Sales & Marketing, Lerch Genusswelten), Laura Reusche (stellv. Leitung Marketing & Kommunikation, Lerch Genusswelten) und Franziska Dingel (VP Sales, Smart Host) am 23. Juni 2026 in Berlin.

Über die Autorin
Mit Gespür für Brand, visuelle Klarheit und emotionales Storytelling entwickelt und steuert Mara Markenkommunikation über Social Media, Content, E-Mail, Webinare und Events hinweg. Sie verbindet Marketingstrategie mit kreativem Gespür für Bild, Video und Design und wird dabei von der Idee angetrieben, Smart Host nicht nur sichtbar, sondern spürbar zu machen.
Mara Stäbert
Senior Content Marketing Manager

FAQs:

Wie kann ein Hotel den OTA-Anteil senken?
Durch systematische Segmentierung der eigenen Gästedaten und mehrstufige Angebotskampagnen über eigene Kanäle. Die Lerch Genusswelten haben 2025 die OTA-Umsätze in einem Haus um 500.000 € reduziert und gleichzeitig 738.000 € mehr Direktumsatz über Smart-Host-Angebotskampagnen generiert – bei nur 3 % Preissteigerung, also nicht durch teurere Übernachtungen erklärbar.
Was ist ein Vertriebsmix-Shift in der Hotellerie?
Ein Vertriebsmix-Shift beschreibt die aktive Verschiebung von Buchungen zwischen Vertriebskanälen – typischerweise weg von OTAs und Reiseveranstaltern hin zu Direktbuchungen. Er ist messbar an der Veränderung der Umsatzanteile je Kanal bei stabiler Auslastung und ist damit ein zentraler KPI für Hotelgruppen, die ihre OTA-Provision senken wollen.
Wie viele Newsletter-Kampagnen sollte ein Hotel pro Jahr versenden?
Es kommt weniger auf die Anzahl an, sondern auf die Zielgruppen-Segmentierung. Lerch Genusswelten hat 2025 mit rund 120 Kampagnen über sieben Häuser 7,06 Mio. € Umsatz generiert – also ungefähr 17 Kampagnen pro Haus und Jahr, verteilt auf Plan-, Sonder-, Autopilot- und Angebotskampagnen.
Was macht eine dreistufige Angebotskampagne so wirksam?
Bei der Alpenfrühling-Kampagne 2025 im Panoramahotel Oberjoch generierte Versand 1 nur 11,9 % des Umsatzes, Versand 2 (Erinnerung) 32,7 % und der Last Call 55,3 %. Wer Angebote in drei Stufen ausspielt (Inspiration, Erinnerung, Last Call), holt bei derselben Zielgruppe deutlich mehr Buchungen ab als mit einem einzelnen Versand.
Welche Rolle spielt ein Hotel-CRM beim Direktvertrieb?
Ein Hotel-CRM verbindet PMS-Daten mit Kampagnenlogik und macht Segmentierung nach Zielgruppe, Kundenstatus, Verhalten, Anlass, Saison und Lead Time operativ steuerbar. Erst diese Infrastruktur erlaubt es, Newsletter als Vertriebskanal zu nutzen – nicht nur als reines Marketing-Instrument.
Kann ich KI-generierte Hotel-Newsletter 1:1 verwenden?
Ihr könnt – aber ihr solltet nicht. KI liefert einen starken ersten Entwurf in Sekunden. Lest drüber, passt den Ton auf euer Hotel an, fügt echte Details ein: Namen von Teammitgliedern, reale Angebote, lokale Besonderheiten. Das macht den Unterschied zwischen "klingt nach KI" und "klingt nach uns".
Welche KI eignet sich am besten für Hotel-Newsletter?
ChatGPT (GPT-4o), Claude (Anthropic) und Google Gemini sind alle solide Optionen für Hotel-E-Mail-Marketing. Am wichtigsten ist der Prompt, nicht das Tool. Ein präziser Prompt liefert auf jeder Plattform bessere Ergebnisse als ein vager.
Wie lang sollte ein Hotel-Newsletter sein?
Für Direktbuchungs-Kampagnen: 100–150 Wörter + klarer CTA. Für Storytelling-Newsletter: 180–250 Wörter. Gäste scannen, sie lesen nicht jeden Satz. Kürzer ist fast immer besser.
Wie oft sollten Hotels Newsletter verschicken?
1–2 Mal pro Monat für allgemeine Kampagnen ist ein guter Rhythmus. Dazu kommen automatisierte Trigger-Mails (Geburtstag, Pre-Arrival, Post-Stay) – die laufen immer im Hintergrund, unabhängig vom Redaktionsplan.
Was ist eine gute Öffnungsrate für Hotel-Newsletter?
Der Branchendurchschnitt für Hospitality-E-Mails liegt bei ca. 20–25 %. Mit personalisierten, segmentierten Kampagnen über Smart Host erreichen Hotels durchschnittlich 36,3 % Öffnungsrate. Der Unterschied: Relevanz. Eine E-Mail, die zur richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt kommt, wird geöffnet.
Welche KPIs sollte ein Hotel monatlich tracken?
Die wichtigsten monatlichen Hotel-KPIs sind: Net Promoter Score (NPS), Repeat Guest Rate, Conversion Rate von E-Mail-Kampagnen, durchschnittliche Bewertungspunkte auf Buchungsplattformen und Direktbuchungsanteil. Diese Kennzahlen messen nicht nur Umsatz, sondern Gästeloyalität und Marketingeffizienz.
Was ist der Net Promoter Score (NPS) und wie berechnet man ihn?
Der NPS misst, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Gast das Hotel weiterempfiehlt. Gäste antworten auf einer Skala von 0–10. Promotoren (9–10) minus Detraktoren (0–6) ergibt den NPS-Wert. Ein NPS über 50 gilt in der Hotellerie als sehr gut.
Was ist eine gute Repeat Guest Rate für Hotels?
Eine Repeat Guest Rate von 20–30 % gilt für Stadthotels als solider Richtwert. Resorts und Boutique-Hotels mit starker Markenbindung erreichen oft 35–50 %. Steigt die Rate, sinken Akquisekosten — jeder Stammgast spart Marketing-Budget.
Warum sind Vanity Metrics wie Social Media Follower für Hotels wenig aussagekräftig?
Follower-Zahlen zeigen Reichweite, aber keineBuchungen oder Loyalität. Ein Hotel mit 50.000 Instagram-Followern aber niedrigem NPS und geringer Wiederbuchungsrate hat ein strukturelles Problem. KPIs sollten immer an echte Geschäftsergebnisse gekoppelt sein.
Was ist der Unterschied zwischen Gästezufriedenheit und Gästeloyalität?
Zufriedenheit bedeutet, dass ein Gast den Aufenthalt positiv bewertet. Loyalität bedeutet, dass er wiederkommt und das Hotel empfiehlt. Ein Gast kann zufrieden sein, aber trotzdem beim nächsten Mal woanders buchen — z.B. wegen eines Angebots. Loyalität entsteht durch emotionale Bindung, nicht nur durch guten Service.

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