Mehrsprachiger Hotel-Newsletter: Eine Kampagne, jede Gastsprache

Mit Sprachfeld im Gastprofil, Sprachversionen pro Kampagne und einer Ersatzsprache. Smart Host übernimmt die Gastsprache dafür aus dem angebundenen PMS.

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Carolina Bartels
Head of Marketing
CRM

Updated:

21.10.2026

Ein Hotel verschickt Newsletter automatisch in der Sprache des Gastes, wenn drei Bausteine zusammenspielen: Die Sprache steht im Gastprofil, meist übernommen aus dem PMS. Jede Kampagne hat eine Version pro wichtiger Gastsprache. Und für Gäste ohne Spracheintrag gibt es eine festgelegte Ersatzsprache. So bleibt es bei einer Kampagne, die jeder Gast in seiner Sprache erhält.

Diese Frage hören wir in Gesprächen mit Ferienhotels regelmäßig, oft in dieser Form: "Muss ich ihn duplizieren und mehrfach übersetzen lassen?" Die kurze Antwort: nein. Die längere Antwort steht in diesem Ratgeber.

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Woher weiß das System, welche Sprache ein Gast spricht?

Die Sprache kommt in den meisten Hotels aus dem PMS. Dort gibt es im Gastprofil ein eigenes Sprachfeld, das bei der Buchung, beim Check-in oder bei der Profilpflege gefüllt wird. Ein Hotel-CRM übernimmt diesen Wert und nutzt ihn für den Versand.

Wichtig: Sprache und Nationalität sind zwei verschiedene Felder. Ein Gast aus Südtirol hat meist eine italienische Staatsangehörigkeit, liest aber lieber Deutsch. Gäste aus der Schweiz oder aus Belgien sprechen je nach Region unterschiedliche Sprachen. Wer nur nach Land segmentiert, schickt einem Teil dieser Gäste den falschen Text.

Prüft deshalb drei Punkte in eurem Haus:

  • Füllt das Rezeptionsteam das Sprachfeld bei jedem neuen Profil aus?
  • Übergibt eure Buchungsmaschine die Sprache, in der gebucht wurde, an das PMS?
  • Wie viele Profile in eurem PMS haben heute gar keinen Spracheintrag?

Die dritte Zahl zeigt euch, wie groß die Lücke ist, bevor ihr den ersten mehrsprachigen Newsletter plant.

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Muss ich den Newsletter für jede Nationalität duplizieren?

Nein. Sinnvoll ist eine Kampagne mit mehreren Sprachversionen. Layout, Bilder, Angebote und Zielgruppe legt ihr einmal fest. Pro Sprache ändert sich nur der Text.

Das hat zwei Vorteile. Erstens pflegt ihr Änderungen an einer Stelle: Wenn sich ein Angebot oder ein Bild ändert, passt ihr es nicht in fünf getrennten Newslettern an. Zweitens seht ihr die Ergebnisse aller Sprachen an einer Stelle.

Achtet bei der Zielgruppe darauf, dass sie für alle Sprachen gilt. Wenn ihr ein Angebot nur für Gäste aus einem bestimmten Markt plant, etwa ein Ferienpaket passend zu den Schulferien in den Niederlanden, ist eine eigene Kampagne für dieses Segment trotzdem die bessere Wahl.

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Wie übersetze ich die Texte, ohne alles doppelt zu schreiben?

Schreibt den Newsletter zuerst vollständig in eurer Hauptsprache. Erst wenn Text, Angebote und Links final sind, legt ihr die weiteren Sprachversionen an. So vermeidet ihr, dass Änderungen in einer Sprache vergessen werden.

Automatische Übersetzungen liefern einen guten ersten Entwurf. Lest ihn trotzdem gegen, idealerweise mit jemandem aus dem Team, der die Sprache gut beherrscht. Typische Stolperstellen in Hotel-Newslettern sind:

  • Anrede: Du oder Sie, Vorname oder Nachname. Die Konventionen unterscheiden sich je Sprache.
  • Eigennamen: Namen von Paketen, Restaurants oder Wellnessbereichen sollen gleich bleiben.
  • Regionale Begriffe: Wörter wie Jause oder Marende brauchen in anderen Sprachen eine kurze Erklärung.
  • Daten und Preise: Datumsformate und Schreibweisen von Beträgen unterscheiden sich je Sprache.
  • Links: Jede Sprachversion sollte auf die passende Sprachversion eurer Website verlinken.

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Welche Sprachen lohnen sich für einen Hotel-Newsletter?

Startet mit den Sprachen, in denen ein relevanter Teil eurer Gäste kommuniziert. Die Grundlage dafür liefern eure eigenen Gästedaten: Zählt, wie viele anschreibbare Empfänger es pro Sprache gibt.

Für kleinere Sprachgruppen reicht oft eine gemeinsame Version, zum Beispiel Englisch. Eine eigene Sprachversion bedeutet bei jedem Newsletter zusätzlichen Prüfaufwand. Diesen Aufwand solltet ihr nur dort einplanen, wo genug Empfänger dahinterstehen.

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Was passiert mit Gästen ohne Spracheintrag?

Legt fest, welche Version Gäste ohne Spracheintrag oder mit einer Sprache ohne eigene Version erhalten. In vielen Häusern in DACH ist das Deutsch, in Häusern mit vielen internationalen Gästen oft Englisch. Entscheidend ist, dass ihr diese Regel bewusst festlegt und kennt.

Parallel lohnt es sich, die Datenlücke zu schließen. Die Pre-Arrival-Phase ist dafür ein guter Zeitpunkt: Wer vor der Anreise Kontakt mit dem Gast hat, kann die bevorzugte Sprache abfragen und im Profil nachtragen.

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Wie funktioniert das mit Smart Host?

Smart Host übernimmt die Sprache des Gastes aus dem angebundenen PMS in das Gastprofil. In einer Kampagne legt ihr weitere Sprachversionen an. Beim Anlegen einer neuen Sprache könnt ihr den bestehenden Text automatisch übersetzen lassen und danach im Editor anpassen. Welche Sprachen euch für Kampagnen zur Verfügung stehen, richtet euer Ansprechpartner bei Smart Host mit euch ein.

Wie gut die Gastsprache ankommt, hängt von eurem PMS ab: Nicht jedes System liefert das Sprachfeld gleich zuverlässig. Klärt das am besten direkt im Onboarding.

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Checkliste: mehrsprachiger Newsletter in 5 Schritten

  1. Sprachfeld im PMS prüfen und Lücken zählen.
  2. Hauptsprachen anhand eurer Empfängerzahlen festlegen.
  3. Ersatzsprache für Gäste ohne Spracheintrag bestimmen.
  4. Newsletter in der Hauptsprache fertigstellen, dann Sprachversionen anlegen und gegenlesen.
  5. Testmail pro Sprache an euch selbst schicken und Links prüfen.

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Wer seine Empfänger zusätzlich nach Interessen und Aufenthalten aufteilen möchte, findet im Artikel E-Mail-Marketing für Hotels mit CRM einen Überblick zur Segmentierung. Und bevor ihr ehemalige Gäste in mehreren Sprachen anschreibt, lohnt ein Blick auf die Frage, wie ihr DSGVO-konformes Newsletter-Marketing im Hotel umsetzt.

Über die Autorin
Carolina Bartels ist Head of Marketing bei Smart Host. Sie entwickelt die Marketingstrategie, treibt Wachstum und Performance voran und gestaltet Branding, CRM und Partnerschaften.
Mit analytischem Blick und Begeisterung für neue Projekte sorgt sie dafür, dass Smart Host als Marke sichtbar, stark und erlebbar für Hotels wird.
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Carolina Bartels
Head of Marketing

FAQs:

Kann ich einen Hotel-Newsletter einfach nach Herkunftsland statt nach Sprache verschicken?
Das funktioniert nur grob. Herkunftsland und Sprache stimmen bei vielen Gästen nicht überein, etwa in Südtirol, der Schweiz oder Belgien. Verlässlicher ist das Sprachfeld im Gastprofil. Das Land eignet sich eher als Ergänzung, zum Beispiel für marktspezifische Angebote.
Reicht eine automatische Übersetzung für den Hotel-Newsletter?
Als Entwurf ja. Automatische Übersetzungen sparen viel Zeit, übersehen aber Anredeformen, regionale Begriffe und Namen von Angeboten. Lasst jede Sprachversion vor dem Versand von jemandem gegenlesen, der die Sprache gut beherrscht.
Wie viele Sprachversionen braucht ein Ferienhotel?
Das hängt von euren Gästen ab. Zählt die anschreibbaren Empfänger pro Sprache und legt eigene Versionen nur für die größten Gruppen an. Alle anderen erhalten eine gemeinsame Version, häufig auf Englisch.
Was bekommt ein Gast, dessen Sprache im PMS fehlt?
Das legt ihr selbst fest. Bestimmt eine Ersatzsprache für Gäste ohne Spracheintrag und schließt die Lücke nach und nach, zum Beispiel bei der Anreise oder im Pre-Arrival-Kontakt.

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