Echte E-Mail-Adressen von Booking.com- und Expedia-Gästen: So bekommt ihr sie

Hotels erhalten die echte E-Mail von OTA-Gästen nur direkt vom Gast, etwa per Pre-Stay-Mail, Meldeschein oder Check-in. Smart Host erklärt die Abläufe.

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Carolina Bartels
Head of Marketing
CRM

Updated:

21.10.2026

Kurz gesagt: Booking.com und Expedia geben euch häufig nur eine Alias-Adresse weiter, über die Nachrichten auf der Plattform landen. Die echte E-Mail-Adresse bekommt ihr nur vom Gast selbst. Fragt sie an drei Stellen ab: in der Mail vor der Anreise, im digitalen oder papierbasierten Meldeschein und beim Check-in. Gebt dem Gast jeweils einen konkreten Grund, sie anzugeben.

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Warum bekommt ein Hotel von Booking.com keine echte E-Mail-Adresse?

Bei Buchungen über Booking.com seht ihr im PMS meist eine Adresse wie name.123456@guest.booking.com. Das ist eine Alias-Adresse von Booking.com. Mails an diese Adresse laufen über das Nachrichtensystem der Plattform. Meist funktionieren diese Adressen nur für eine begrenzte Zeit nach der Abreise und danach nicht mehr.

Bei Expedia hängt es von der Zahlungsart ab. Zahlt der Gast im Hotel, erhaltet ihr in der Regel seine E-Mail-Adresse. Zahlt er über Expedia, kommt eine maskierte Adresse an.

Für euch heißt das: Diese Adressen reichen für Nachrichten rund um den Aufenthalt. Für eine Beziehung über den Aufenthalt hinaus, etwa eine Wiederbuchung im nächsten Jahr, braucht ihr die echte Adresse.

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Kommen eure Mails vor der Anreise überhaupt bei OTA-Gästen an?

Oft nicht ohne Vorbereitung. Booking.com filtert Mails an Alias-Adressen und lässt nach Erfahrung vieler Hotels nur freigegebene Absender und Links durch. In der Mews-Community berichten Hotels von Pre-Stay-Mails, die im Juni 2024 nicht mehr zugestellt wurden, bis Absenderadresse und Links in den Sicherheitseinstellungen des Extranets freigegeben waren. Bei Expedia tragt ihr eure Absenderadressen im Partner Central als autorisierte E-Mail-Adressen ein.

Prüft deshalb einmal mit einer Testbuchung oder einer echten Reservierung, ob eure Pre-Stay-Mail beim Gast ankommt. Diese Mail ist euer wichtigster Kanal, um vor der Anreise nach der echten Adresse zu fragen.

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Wo im Ablauf fragt ihr die echte E-Mail-Adresse ab?

Ihr habt drei Gelegenheiten, und jede erreicht andere Gäste.

  1. Pre-Stay-Mail: Ladet den Gast ein, seine Anreise vorzubereiten, etwa über einen Online-Check-in oder ein kurzes Formular zu Anreisezeit und Wünschen. Ein Feld für die persönliche E-Mail-Adresse gehört dazu.
  2. Meldeschein: Ob digital oder auf Papier: Nehmt ein Feld für die E-Mail-Adresse auf und erklärt in einem Satz, wofür ihr sie nutzt, etwa für die Rechnung.
  3. Check-in: Die Rezeption sieht in der Anreiseliste, bei welchen Gästen eine Alias-Adresse hinterlegt ist, und fragt gezielt nach.

Ein Beispiel: Ein Ferienhotel mit 70 Zimmern markiert in der Anreiseliste alle Reservierungen mit Booking.com-Adresse. Die Rezeption fragt beim Check-in: "Dürfen wir euch die Rechnung per Mail schicken? An welche Adresse?" Die Adresse wird direkt im PMS-Profil ersetzt, die Alias-Adresse bleibt in der Reservierung.

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Wie bringt ihr Gäste dazu, ihre Adresse anzugeben?

Gäste geben ihre Adresse eher an, wenn sie sofort einen Nutzen sehen. Bewährte Anlässe sind:

  • Rechnung per Mail statt auf Papier
  • Bestätigung von Zusatzleistungen wie Spa-Termin oder Tischreservierung
  • Infos zur Anreise, zum Parken oder zum Programm in der Woche
  • Ein Angebot für den nächsten Aufenthalt, wenn der Gast dem Newsletter zustimmt

Hilfreich ist ein einheitlicher Satz für das ganze Team. Legt außerdem fest, wer die Quote im Blick behält, zum Beispiel die Front-Office-Leitung mit einem kurzen Blick in die Anreiseliste pro Woche.

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Dürft ihr die echte Adresse dann für den Newsletter nutzen?

Nur mit der passenden Rechtsgrundlage. Für Werbung braucht ihr in der Regel eine Einwilligung. Unter bestimmten Bedingungen erlaubt die Bestandskundenregel E-Mail-Werbung für eigene ähnliche Leistungen, wenn ihr die Adresse im Zusammenhang mit einer Buchung erhalten und den Gast bei der Erhebung auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen habt. Die Details für Deutschland, Österreich und die Schweiz erklärt unser Beitrag Hotel-Newsletter an ehemalige Gäste: Geht das ohne Double-Opt-in?.

Praktisch heißt das: Fragt beim Erfassen der Adresse gleich mit ab, ob der Gast Angebote per Mail erhalten möchte, und dokumentiert die Antwort im Gastprofil.

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Wie haltet ihr die Daten im PMS sauber?

Eine echte Adresse nützt nur, wenn sie an der richtigen Stelle steht. Achtet auf drei Punkte:

  • Die echte Adresse kommt ins Gastprofil, damit sie beim nächsten Aufenthalt wieder da ist.
  • Bei Stammgästen, die erneut über ein Portal buchen, prüft die Rezeption, ob eine neue Alias-Adresse die bekannte Adresse überschrieben hat.
  • Doppelte Profile, die durch unterschiedliche Adressen entstehen, führt ihr regelmäßig zusammen.

Warum sich der Aufwand lohnt, zeigt unser Ratgeber OTA-Anteil senken: 5 Hebel für mehr Direktbuchungen im Hotel: Jede echte Adresse ist die Voraussetzung, um einen Portal-Gast beim nächsten Mal direkt anzusprechen.

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Fazit

Die echte E-Mail-Adresse eines OTA-Gastes bekommt ihr nur vom Gast selbst. Stellt sicher, dass eure Pre-Stay-Mail bei Booking.com und Expedia durchkommt, fragt die Adresse dort, im Meldeschein und beim Check-in mit einem klaren Nutzen ab und pflegt sie direkt im Gastprofil. Mit einem festen Satz für die Rezeption und einem Blick auf die Quote wird daraus ein Routineablauf.

Über die Autorin
Carolina Bartels ist Head of Marketing bei Smart Host. Sie entwickelt die Marketingstrategie, treibt Wachstum und Performance voran und gestaltet Branding, CRM und Partnerschaften.
Mit analytischem Blick und Begeisterung für neue Projekte sorgt sie dafür, dass Smart Host als Marke sichtbar, stark und erlebbar für Hotels wird.
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Carolina Bartels
Head of Marketing

FAQs:

Warum steht bei Booking.com-Gästen eine Adresse mit @guest.booking.com im PMS?
Booking.com gibt statt der privaten E-Mail-Adresse eine Alias-Adresse weiter. Mails an diese Adresse laufen über das Nachrichtensystem der Plattform. Sie eignet sich für Nachrichten rund um den Aufenthalt, funktioniert aber nur für eine begrenzte Zeit nach der Abreise.
Bekomme ich bei Expedia-Buchungen die echte E-Mail-Adresse?
Das hängt von der Zahlungsart ab. Bei Zahlung im Hotel erhaltet ihr in der Regel die Adresse des Gastes. Zahlt der Gast über Expedia, kommt eine maskierte Adresse an, und ihr müsst eure Absenderadressen im Partner Central freigeben, damit eure Mails zugestellt werden.
Wann ist der beste Moment, nach der E-Mail-Adresse zu fragen?
Am meisten Adressen sammelt ihr, wenn ihr mehrere Momente kombiniert: die Pre-Stay-Mail, den Meldeschein und das Gespräch beim Check-in. Beim Check-in hilft ein konkreter Anlass, etwa die Rechnung per Mail.
Darf ich Gästen, deren Adresse ich beim Check-in bekommen habe, einen Newsletter schicken?
Für Werbung braucht ihr eine Einwilligung oder die Voraussetzungen der Bestandskundenregel, zu denen auch ein Hinweis auf das Widerspruchsrecht bei der Erhebung gehört. Fragt die Einwilligung am besten direkt beim Erfassen der Adresse mit ab und dokumentiert sie im Gastprofil. Im Zweifel holt euch rechtlichen Rat.

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