
Option oder freibleibendes Angebot? So entscheidet ihr, wann ein Hotelangebot Zimmer blocken sollte und wann Live-Verfügbarkeit reicht.
.webp)
Updated:
3.11.2026
Kurz gesagt: Ein Hotelangebot kann Zimmer per Option fest vorreservieren oder freibleibend auf Basis der aktuellen Verfügbarkeit gelten. Blocken lohnt sich bei knappen Zeiträumen, Gruppen und langen Aufenthalten, dann mit kurzer Optionsfrist. Für die meisten Einzelanfragen reicht ein freibleibendes Angebot, wenn ihr schnell antwortet und die Gültigkeit klar kommuniziert.
Die Anfrage kommt am Vormittag, das Angebot geht am Nachmittag raus, und am Abend ist das Zimmer über ein Buchungsportal weg. Was, wenn das Zimmer tagelang geblockt bleibt und der Gast sich nie meldet? Beide Sorgen sind berechtigt. Mit einer klaren Regel müsst ihr nicht bei jeder Anfrage neu entscheiden.
Bei einer Option legt ihr im PMS eine Reservierung mit Optionsdatum an. Das Zimmer ist im Belegungsplan belegt und über eure Online-Kanäle nicht mehr buchbar, bis ihr die Option löscht oder in eine feste Buchung umwandelt. Läuft das Optionsdatum ab, muss jemand an der Rezeption die Option bearbeiten. In manchen PMS gilt eine Option, die niemand bearbeitet, danach als feste Reservierung. Prüft deshalb, wie euer System damit umgeht.
Ein freibleibendes Angebot reserviert nichts. Das Zimmer bleibt auf allen Kanälen buchbar. Erst wenn der Gast annimmt, wird gebucht, sofern das Zimmer dann noch frei ist. Arbeitet euer Angebotstool mit Live-Verfügbarkeit, sieht euer Team beim Erstellen, was gerade tatsächlich frei ist.
Wie genau beide Varianten abgebildet werden, hängt von eurem PMS ab. Manche Systeme unterscheiden zwischen "Angebot" und "Reservierung mit Option" schon beim Anlegen.
Blocken kostet euch etwas: Solange die Option läuft, könnt ihr das Zimmer niemand anderem verkaufen. Sagt der Gast ab oder meldet sich nicht, ist die Zeit verloren. Deshalb lohnt sich eine Option vor allem in diesen Fällen:
Für die meisten Einzelanfragen in normal ausgelasteten Zeiträumen. Wenn ihr Optionen für jede Anfrage setzt, blockiert ihr Zimmer für Gäste, die sich parallel bei anderen Häusern umsehen. Ein freibleibendes Angebot hält euren Bestand für alle Kanäle offen.
Das Risiko, dass ein Zimmer zwischen Angebot und Annahme weg ist, senkt ihr mit drei Maßnahmen:
Eine einfache Entscheidungsregel hilft der Reservierung, ohne Rücksprache zu handeln. Beispiel für eine solche Regel:
Situation → Empfehlung
Hohe Auslastung im angefragten Zeitraum → Option mit kurzer Frist
Gruppe oder Tagung → Option, Frist nach Absprache
Langer Aufenthalt → Option mit kurzer Frist
Einzelanfrage, normale Auslastung → freibleibend, schnell versenden
Unklare Anfrage (Daten noch offen) → freibleibend, mit Alternativen
Legt außerdem fest, wie lange eine Option läuft und wer sie am Ablaufdatum bearbeitet. Eine Frist, die zu eurer üblichen Entscheidungszeit der Gäste passt, ist sinnvoller als ein fixer Standardwert. Wer mehr Verbindlichkeit möchte, kann die Buchung an eine Anzahlung knüpfen. Wie das per Link funktioniert, erklärt der Artikel Anzahlung per Link statt Überweisung.
Klarheit verhindert Enttäuschung. Zwei Beispielformulierungen:
Ein gut gestaltetes Angebot mit klarer Handlungsaufforderung verkürzt die Zeit bis zur Entscheidung. Anregungen dafür findet ihr in unserem Beitrag Hotelangebote, die Gäste annehmen.
Mit dem Smart Host Angebotsmanager könnt ihr Angebote auf Basis der Live-Verfügbarkeit erstellen, wenn euer PMS oder Channel Manager dafür angebunden ist. Euer Team sieht beim Erstellen die aktuell verfügbaren Zimmer und Raten. Welche Systeme den Live-Verfügbarkeits-Modus unterstützen, klärt ihr am besten vorab mit uns.
Blocken und Live-Verfügbarkeit schließen sich nicht aus. Setzt Optionen gezielt dort ein, wo Verfügbarkeit knapp ist oder viel auf dem Spiel steht, und haltet die Frist kurz. Alle anderen Anfragen beantwortet ihr schnell und freibleibend, mit Alternativen und einer klaren Aussage zur Gültigkeit. Schreibt die Regel einmal auf, damit euer Team sie ohne Rückfrage anwenden kann.
