Anzahlung per Link statt Überweisung: Online-Zahlung in Hotelangebote einbauen

So baut ihr Online-Zahlung und Anzahlungen in Hotelangebote ein: Zahlungslink, Regeln, Verbuchung im PMS und Sicherheit. Schritt für Schritt erklärt.

Woman with brown hair in a bun wearing a green sweater, smiling slightly over her shoulder.
Mara Stäbert
Senior Content Marketing Manager
CRM

Updated:

2.11.2026

Kurz gesagt: Online-Anzahlungen bindet ihr ins Hotelangebot ein, indem der Gast direkt beim Annehmen oder über einen Link in der Bestätigungsmail per Karte oder anderem Online-Verfahren zahlt. Legt vorher Betrag, Zeitpunkt und Fehlerfall fest und klärt, wie die Zahlung ins PMS und in die Buchhaltung kommt. Damit entfällt die manuelle Kontoprüfung.

In vielen Ferienhotels läuft die Anzahlung noch so: Angebot per Mail, Gast nimmt an, Rezeption schickt IBAN und BIC, und dann prüft jemand täglich das Konto. Ein Hotelier beschrieb uns, dass Gäste oft gar nicht verstehen, dass sie überweisen sollen. Ein anderes Haus prüft jede Anzahlung von Hand am Konto. Das kostet Zeit und verzögert die verbindliche Buchung.

‍

Warum sind Anzahlungen per Überweisung so aufwendig?

Die Überweisung entkoppelt Zahlung und Angebot. Der Gast muss das Angebot verlassen, Bankdaten abtippen und den Verwendungszweck richtig angeben. Das Hotel muss Zahlungseingänge den Reservierungen zuordnen, säumige Gäste erinnern und die Buchung danach freigeben. Jeder dieser Schritte ist Handarbeit und eine Fehlerquelle, besonders in der Hochsaison.

Eine Online-Zahlung verbindet beides: Der Gast zahlt im selben Moment, in dem er sich entscheidet, und das Hotel sieht sofort, ob die Anzahlung da ist.

‍

Welche Wege gibt es, Anzahlungen online einzuziehen?

In der Praxis gibt es drei Varianten, die sich kombinieren lassen:

  • Zahlung beim Annehmen: Der Gast klickt im Online-Angebot auf "Buchen" und landet direkt in der Zahlungsmaske. Das ist der kürzeste Weg für Angebote mit fester Verfügbarkeit.
  • Zahlungslink nach der Annahme: Das Hotel prüft die Annahme, bestätigt und schickt die Anzahlungsaufforderung mit einem Zahlungsbutton in der Mail. Das passt, wenn die Rezeption vorher noch etwas klären will.
  • Vorautorisierung statt sofortiger Belastung: Der Betrag wird auf der Karte nur reserviert und erst später eingezogen. Fragt euren Zahlungsanbieter, wie lange eine Reservierung gültig bleibt, denn diese Frist ist begrenzt.

Welche Variante passt, hängt von eurem Angebotsprozess ab. Wer Angebote schon automatisiert erstellt, kann die Zahlung meist direkt anhängen. Wie so ein Ablauf insgesamt aussieht, zeigt unser Ratgeber zur automatisierten Angebotserstellung im Hotel.

‍

Wie baut ihr die Zahlung Schritt für Schritt ins Angebot ein?

  1. Anzahlungsregel festlegen: Prozentsatz oder fester Betrag, für welche Raten und Zeiträume, und ob jede Buchung eine Anzahlung braucht oder nur ausgewählte. Schreibt die Regel so auf, dass Rezeption und Reservierung sie gleich anwenden.
  2. Zahlungsanbieter und Vertrag klären: Für Kartenzahlungen braucht ihr einen Zahlungsdienstleister und einen Vertrag für Online-Zahlungen. Prüft, ob euer bestehender Kartenvertrag auch Online-Zahlungen über ein externes System abdeckt. Das ist nicht automatisch der Fall.
  3. Zahlung ins Angebot und in die Mailvorlagen einbauen: Der Zahlungsbutton gehört dorthin, wo der Gast sich entscheidet: ins Online-Angebot oder in die Mail mit der Anzahlungsaufforderung. Nennt Betrag und Frist direkt daneben.
  4. Reihenfolge von Bestätigung und Anzahlung festlegen: Bestätigt ihr erst nach Zahlungseingang oder sofort? Klärt, ob sich eine Anzahlung nach einer direkten Bestätigung noch nachträglich anfordern lässt.
  5. Fehlerfall planen: Was passiert, wenn eine Zahlung abbricht oder abgelehnt wird? Legt fest, wer das sieht und wie der Gast einen zweiten Versuch bekommt.
  6. Mit einer Testbuchung prüfen: Angebot anlegen, annehmen, bezahlen, stornieren. Erst wenn dieser Ablauf inklusive Rückerstattung klappt, geht ihr live.

Wie ihr das Angebot selbst so gestaltet, dass Gäste es gern annehmen, lest ihr im Artikel Hotelangebote, die Gäste annehmen.

‍

Wie landet die Zahlung im PMS und in der Buchhaltung?

Diese Frage entscheidet, ob ihr wirklich Arbeit spart. Wenn die Online-Zahlung nicht automatisch an der Reservierung im PMS hängt, muss jemand sie dort von Hand nachtragen. Fragt deshalb jeden Anbieter konkret:

  • Wird die Anzahlung automatisch an der Reservierung im PMS verbucht, und für welches PMS ist das bei bestehenden Kunden im Einsatz?
  • Falls nicht: Welche Information bekommt das Hotel, um die Zahlung zuzuordnen (Reservierungsnummer, Betrag, Zeitpunkt)?
  • Wie laufen Rückerstattungen bei Storno?
  • Welche Auszahlungsberichte bekommt eure Buchhaltung, und wie lassen sie sich mit den Bankeingängen abgleichen?

Lasst euch die Antwort für euer PMS zeigen, am besten bei einem Hotel, das die Funktion bereits nutzt. Welche weiteren Fragen ihr an eine Schnittstelle stellen solltet, haben wir in 7 Fragen zur PMS-Schnittstelle zusammengefasst.

‍

Was müsst ihr bei Sicherheit und Recht beachten?

Zwei Punkte gelten unabhängig vom Anbieter:

  • Starke Kundenauthentifizierung: Löst ein Gast eine elektronische Zahlung aus, muss sein Zahlungsdienstleister in der Regel eine starke Kundenauthentifizierung verlangen, etwa per Freigabe in der Banking-App (Art. 97 PSD2). Ein seriöser Zahlungsanbieter bringt das mit. Für euch heißt das: Die Zahlung braucht eine eigene Zahlungsmaske, ein Formularfeld im Angebot reicht nicht.
  • Keine Kartennummern per Mail: Der Standard der Kartenindustrie PCI DSS verbietet, ungeschützte Kartennummern über E-Mail, Chat oder SMS zu senden. Bittet Gäste also nie, Kartendaten in eine Antwortmail zu schreiben. Verweist auf den Zahlungslink.

Haltet außerdem eure Storno- und Anzahlungsbedingungen im Angebot fest, damit der Gast vor der Zahlung weiß, was im Fall einer Absage gilt.

‍

Fazit

Online-Anzahlungen sparen der Rezeption die Kontoprüfung und machen die Buchung schneller verbindlich. Damit das klappt, braucht ihr eine klare Anzahlungsregel, einen passenden Vertrag mit dem Zahlungsdienstleister, einen Zahlungsbutton an der Stelle, an der der Gast sich entscheidet, und einen geklärten Weg ins PMS. Prüft vor dem Start mit einer kompletten Testbuchung inklusive Storno, ob alles zusammenspielt.

‍

Über die Autorin
Mit Gespür für Brand, visuelle Klarheit und emotionales Storytelling entwickelt und steuert Mara Markenkommunikation über Social Media, Content, E-Mail, Webinare und Events hinweg. Sie verbindet Marketingstrategie mit kreativem Gespür für Bild, Video und Design und wird dabei von der Idee angetrieben, Smart Host nicht nur sichtbar, sondern spürbar zu machen.
Woman with brown hair in a bun wearing a green sweater, smiling slightly over her shoulder.
Mara Stäbert
Senior Content Marketing Manager

FAQs:

Kann ich eine Anzahlung direkt im Hotelangebot einziehen?
Ja, wenn euer Angebotstool eine Zahlungsfunktion hat. Der Gast zahlt dann beim Annehmen oder über einen Link in der Anzahlungsmail. Klärt vorher, ob sich die Anzahlung auch nachträglich anfordern lässt, wenn ihr eine Buchung schon bestätigt habt.
Was ist der Unterschied zwischen Vorautorisierung und sofortiger Belastung?
Bei der sofortigen Belastung wird der Betrag direkt abgebucht. Bei der Vorautorisierung wird er auf der Karte nur reserviert und erst später eingezogen. Die Reservierung ist zeitlich begrenzt, fragt euren Zahlungsanbieter nach der genauen Frist.
Wird eine Online-Anzahlung automatisch im PMS verbucht?
Das hängt vom Anbieter und vom PMS ab und ist nicht selbstverständlich. Fragt konkret nach, ob die Zahlung an der Reservierung landet, und lasst euch das bei einem Hotel mit eurem PMS zeigen. Andernfalls plant den manuellen Abgleich ein.
Darf ich Gäste bitten, ihre Kreditkartendaten per E-Mail zu schicken?
Nein. Der Standard PCI DSS verbietet das Versenden ungeschützter Kartennummern über E-Mail, Chat oder SMS. Nutzt stattdessen einen Zahlungslink, über den der Gast direkt in einer gesicherten Zahlungsmaske zahlt.

Das könnte euch auch interessieren!

Nie wieder 08/15 Urlaub - Gäste, Gastgeber und Tourismus 2030
Führende Köpfe der Hotellerie diskutieren über den Tourismus in der Alpenregion
mehr lesen …
Life as a Smart Host Intern
What it’s really like interning in hotel tech at Smart Host—beyond the typical intern task
mehr lesen …
Warum eure Gäste nicht auf eure E-Mails reagieren – und wie ihr das ändert
Darum ignorieren Gäste deine Mails – und wie du mit CRM & Targeting das änderst.
mehr lesen …
So individuell wie euer hotel

Smart Host ist eure nutzerfreundliche Technologie für ein nachhaltiges Wachstum

rocket

Messbarer
Erfolg
Messt und optimiert eure Marketingkampagnen mit klaren Erfolgszahlen
23 % aller Buchungen
in den Hotels unserer Kunden werden durchschnittlich durch Smart Host generiert.

timer

Mehr Effizienz, weniger Aufwand
Automatisierte Prozesse und eine intuitive Oberfläche sparen euch Zeit & machen Spaß.
< 1 min
pro Angebot im Angebotsmanager mit Live-Schnittstelle zum PMS

track_changes

Die richtigen Gäste erreichen
Sprecht eure Gäste einfach gezielt und personalisiert an.
38 % Öffnungsrate
erzielten mit Smart Host versendete Kampagnen in den letzten zwei Jahren

support

Persönlicher Support
Unser Team begleitet euch von Tag 1 an, damit ihr das volle Potenzial ausschöpft.
4,9/5
Bewerten unsere Kunden auf HotelTechReport.com unseren Customer Support.
Let's grow together!
Lass uns sprechen, was ihr braucht und wie wir das am besten erreichen können!
Jetzt starten