Nebensaison im Ferienhotel füllen: Diese Gäste kommen im Frühling und Herbst

Mit Gästen, die außerhalb der Schulferien reisen, passenden Angeboten und gezielter Ansprache aus den eigenen Daten, etwa mit dem Hotel-CRM Smart Host.

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Carolina Bartels
Head of Marketing
Hotelmarketing

Updated:

13.10.2026

Kurz gesagt: Ein Ferienhotel füllt die Nebensaison mit Gästen, die ohnehin außerhalb der Schulferien reisen: Paare ohne schulpflichtige Kinder, Gäste mit Hund, Wanderer und Radfahrer sowie Stammgäste, die schon einmal im Frühling oder Herbst bei euch waren. Ihr findet diese Gäste in euren Reservierungsdaten, baut passende Angebote für sie und sprecht sie früh genug gezielt an.

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Warum bleiben Frühling und Herbst so oft leer?

In vielen Ferienregionen bestimmen die Schulferien die Hochsaison. Familien mit Schulkindern reisen dann, wenn sie dürfen, und in den Wochen dazwischen fehlt diese große Gruppe. Ein Hotelier beschrieb uns seine Lücken so: meist im Oktober und im April.

Oft trifft es nicht alle Zimmer gleich. Ein Hotelier mit Zimmern und Apartments erzählte uns, dass die Zimmer gut laufen, die Apartments in der Nebensaison aber schwer zu vermieten sind. Für solche Fälle lohnt es sich, Angebote auch je Zimmertyp zu planen.

Der schnellste Reflex ist ein Rabatt. Er füllt vielleicht ein Wochenende, kann eure Gäste aber daran gewöhnen, auf Preisaktionen zu warten. Nachhaltiger ist es, die Gäste zu finden, für die Frühling und Herbst die bessere Reisezeit sind.

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Welche Gäste reisen in der Nebensaison?

  • Paare ohne schulpflichtige Kinder: Sie sind an keine Ferien gebunden und schätzen ruhigere Wochen, freie Wellnessbereiche und einen Tisch ohne Reservierungsstress.
  • Familien mit kleinen Kindern: Solange die Kinder nicht zur Schule gehen, sind auch sie zeitlich flexibel.
  • Gäste mit Hund: Ruhigere Wege, weniger volle Restaurants und kühlere Temperaturen können für sie ein Grund sein, außerhalb des Hochsommers zu reisen.
  • Aktivurlauber: Für Wanderer, Radfahrer und Golfer sind Frühling und Herbst je nach Region die passende Saison.
  • Individualgäste und Kurzurlauber: Sie entscheiden spontan und reagieren auf ein konkretes Angebot zur richtigen Zeit.
  • Stammgäste mit Nebensaison-Historie: Wer schon zweimal im Oktober da war, ist für einen dritten Oktober die beste Zielgruppe.

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Wie findet ihr diese Gäste in euren Daten?

Ihr müsst diese Gäste meist nicht neu gewinnen. Viele sind bereits in eurem PMS gespeichert. So geht ihr vor:

  1. Aufenthalte der letzten Jahre auswerten: Wer ist in den Monaten angereist, die ihr füllen wollt?
  2. Reiseart erkennen: Wer kam zu zweit, wer mit Kleinkindern, wer allein?
  3. Hinweise auf Interessen nutzen: Rechnet ihr Hunde als Zusatzleistung ab oder habt ihr Gäste mit Merkmalen wie "Wandern" versehen, steckt diese Information bereits in euren Reservierungen.
  4. Einwilligung prüfen: Bevor ihr Werbung verschickt, klärt, wen ihr per Newsletter anschreiben dürft. Was bei ehemaligen Gästen gilt, erklären wir im Artikel Hotel-Newsletter an ehemalige Gäste: Geht das ohne Double-Opt-in?

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Welche Angebote ziehen im Frühling und Herbst?

Ein gutes Nebensaison-Angebot gibt der Reisezeit einen Grund. Ein paar Beispiele aus Hotelsicht:

  • Wanderwoche im Herbst: Tourenkarte, Lunchpaket und ein später Check-out am Abreisetag.
  • Hundewoche: Hundebett und Napf im Zimmer, eine Karte mit hundefreundlichen Wegen und ein Hinweis, welche Bereiche Hunde nutzen dürfen.
  • Länger bleiben im Apartment: Ein Wochenpaket für Gäste, die im Frühling eine ruhige Auszeit suchen.
  • Genusstage: Ein Abendessen mit regionalen Produkten der Saison, gekoppelt an ein Wochenende.

Prüft zusätzlich eure Regeln: Mindestaufenthalte und feste Anreisetage, die in der Hochsaison sinnvoll sind, verhindern in der Nebensaison oft Buchungen. Weitere Ideen findet ihr in unseren 10 Tipps gegen Lücken im Belegungsplan.

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Wann solltet ihr die Nebensaison bewerben?

Früh genug, damit eure Gäste noch planen. Wie früh, hängt von eurem Haus ab. Schaut in euren Daten nach, wie viele Tage vor der Anreise eure Frühlings- und Herbstgäste gebucht haben, und plant den Versand davor.

Das Seehotel Wiesler im Schwarzwald informiert Gäste etwa ein halbes Jahr im Voraus über die kommende Saison. Laut Hotel buchen diese Gäste dadurch früher, und das Team gewinnt Zeit, um auf schwache Wochen zu reagieren. Mehr dazu lest ihr in der Case Study Seehotel Wiesler.

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Wie sprecht ihr diese Gäste an, ohne alle anderen zu nerven?

Schickt das Herbstangebot nicht an alle. Eine Familie, die seit Jahren im August mit drei Schulkindern anreist, kann im Oktober nicht kommen. Für diese Familie ist die Mail unnötig, und unnötige Mails führen zu Abmeldungen.

Im Seehotel Wiesler bekommen Gäste, die nie im Winter buchen, keine Winter-Newsletter. Dieses Prinzip lässt sich auf jede Saison übertragen: Wer das Angebot nutzen kann, bekommt es. Persönlich wird die Mail, wenn ihr an den letzten Aufenthalt anknüpft, zum Beispiel mit "Ihr wart im letzten Herbst bei uns".

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Woran merkt ihr, ob es funktioniert?

Vergleicht die Auslastung in euren Zielmonaten mit dem Vorjahr und zählt die Buchungen, die direkt auf eure Kampagne folgen. Wie ihr einem Newsletter Buchungen und Umsatz zuordnet, zeigen wir im Artikel Welche Buchungen bringt euer Hotel-Newsletter?

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Wie unterstützt Smart Host dabei?

Im Hotel-CRM Smart Host könnt ihr Empfänger für Kampagnen unter anderem nach Anreisemonat, Reiseart (zum Beispiel Paar oder Familie), Buchungsverhalten (zum Beispiel Frühbucher oder spontane Bucher) und Merkmalen aus dem PMS filtern. So erreicht euer Herbstangebot gezielt die Gäste, die schon im Herbst bei euch waren.

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Fazit

Die Nebensaison füllt sich selten mit denselben Gästen wie die Hochsaison. Paare, Gäste mit Hund, Aktivurlauber und Stammgäste mit Herbst- oder Frühlings-Historie sind die naheliegenden Zielgruppen, und viele von ihnen kennt ihr bereits. Wer diese Gäste in den eigenen Daten findet, ihnen ein Angebot mit echtem Anlass macht und früh genug schreibt, braucht den Rabatt seltener.

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Über die Autorin
Carolina Bartels ist Head of Marketing bei Smart Host. Sie entwickelt die Marketingstrategie, treibt Wachstum und Performance voran und gestaltet Branding, CRM und Partnerschaften.
Mit analytischem Blick und Begeisterung für neue Projekte sorgt sie dafür, dass Smart Host als Marke sichtbar, stark und erlebbar für Hotels wird.
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Carolina Bartels
Head of Marketing

FAQs:

Welche Zielgruppen eignen sich für die Nebensaison im Ferienhotel?
Gut geeignet sind Gäste, die nicht an Schulferien gebunden sind: Paare ohne schulpflichtige Kinder, Familien mit Kleinkindern, Gäste mit Hund, Wanderer und Radfahrer. Die wichtigste Gruppe sind Stammgäste, die schon einmal im Frühling oder Herbst bei euch waren, weil sie euer Haus in dieser Jahreszeit bereits kennen.
Sollte ein Hotel die Nebensaison mit Rabatten füllen?
Rabatte können kurzfristig helfen, können Gäste aber daran gewöhnen, auf Preisaktionen zu warten. Wirksamer auf Dauer sind Angebote mit Anlass, zum Beispiel eine Wanderwoche oder ein Hundepaket, die gezielt an passende Gäste gehen.
Wie finde ich Nebensaison-Gäste in meinen Daten?
Wertet die Aufenthalte der letzten Jahre nach Anreisemonat und Reiseart aus. Hinweise auf Interessen stecken oft schon in den Reservierungen, etwa als abgerechnete Zusatzleistung für Hunde. Prüft vor dem Versand, ob eine Einwilligung für Newsletter vorliegt.
Wann sollte ich Angebote für Frühling und Herbst verschicken?
Das hängt davon ab, wie früh eure Gäste buchen. Schaut nach, wie viele Tage vor der Anreise eure Nebensaison-Gäste in den letzten Jahren gebucht haben, und plant den Versand mit ausreichend Vorlauf davor.
Wie fülle ich Apartments in der Nebensaison?
Apartments eignen sich für längere Aufenthalte. Ein Wochenpaket für Gäste, die eine ruhige Auszeit suchen, spricht andere Gäste an als das Wochenendangebot für Zimmer. Prüft außerdem Mindestaufenthalte und feste Anreisetage.

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