
Hotel-CRM und Protel verbinden: Welche Daten automatisch fließen, was ihr selbst pflegen müsst und worauf Protel-Häuser vor dem Vertrag achten sollten.


Updated:
29.10.2026
Kurz gesagt: Mehrere Hotel-CRMs bieten eine Schnittstelle zu Protel, darunter Smart Host. Wie zuverlässig sie im Alltag läuft, entscheiden vor allem drei Punkte: eure Protel-Version und Lizenz, die saubere Pflege der Werbeeinwilligungen im Gastprofil und bei mehreren Häusern die Multi-Property-Einstellungen. Diese Punkte klärt ihr am besten vor der Vertragsunterschrift.
Protel bindet Drittsysteme wie CRM-, Bewertungs- oder Check-in-Lösungen über Schnittstellen an. Mehrere Anbieter für Hotel-CRM und Gästemarketing nutzen das, Smart Host gehört dazu. Eine Partnerliste allein sagt aber wenig darüber, wie gut die Verbindung in eurem Haus funktioniert. Wichtiger sind diese Fragen an jeden Anbieter:
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Ferienhotel mit 60 Zimmern arbeitet seit Jahren mit Protel On-Premise. Vor dem CRM-Start stellt es fest, dass seine Protel-Version älter ist als die geforderte Mindestversion. Das Update muss erst mit dem Protel-Partner eingeplant werden. Wer das vorher prüft, verschiebt den Projektstart nicht im letzten Moment.
Lasst euch vom Anbieter schriftlich geben, welche dieser Datenarten übertragen werden:
Je vollständiger dieser Datenfluss ist, desto weniger muss euer Team doppelt erfassen.
Die meisten Daten laufen nach der Einrichtung automatisch. Drei Dinge liegen aber weiterhin bei euch:
Mehr dazu, welche ehemaligen Gäste ihr ohne erneute Einwilligung anschreiben dürft, lest ihr in unserem Beitrag Hotel-Newsletter an ehemalige Gäste: Geht das ohne Double-Opt-in?.
Bei Protel On-Premise läuft das PMS auf eurem eigenen Server oder bei eurem IT-Dienstleister. Daraus ergeben sich zwei praktische Punkte:
Klärt diese Grundlagen vor dem Start mit eurem IT-Partner und dem CRM-Anbieter, dann gibt es beim Livegang weniger Überraschungen.
Laufen mehrere Häuser in einem Protel (Multi-Property), entscheidet ihr mit dem Protel-Support, welche Gastprofile pro Haus exportiert werden: alle Profile der Gruppe, nur Profile von Gästen, die im jeweiligen Haus angelegt wurden oder dort gewohnt haben, oder nur im Haus angelegte Profile. Jede Variante hat Folgen für eure Kampagnen. Exportiert ihr alle Profile, tauchen Gäste von Hotel A in Hotel B als "sonstige Kontakte" auf.
Zwei weitere Punkte solltet ihr kennen. Laut Protel-Support gilt die Werbeeinwilligung in einer Multi-Property-Umgebung global für das Profil, nicht pro Haus. Und ob eine Newsletter-Abmeldung für alle Häuser gilt oder nur für das Haus, aus dem die Mail kam, ist eine Frage der Einrichtung. Klärt das vorab, damit Gäste nach einer Abmeldung keine Mails eines Schwesterhauses mehr bekommen.
Warum ein zentrales Gastprofil für Gruppen so wichtig ist, erklärt unser Beitrag CRM für Hotelgruppen: Warum Hotelgruppen jetzt auf ein zentrales Gastprofil setzen sollten.
Smart Host ist seit 2018 an Protel On-Premise angebunden. Für Protel Air gibt es eine eigene Anbindung. Über die Schnittstelle kommen Gastprofile mit Historie, Reservierungen, Check-in und Check-out, Firmenprofile, Geschäftsreisende, Notizen sowie Marketing- und Market-Codes als Tags in Smart Host an. Gäste mit Status "nicht gefragt" behandelt Smart Host wie Gäste ohne Einwilligung. Newsletter-Abmeldungen lassen sich ab einer neueren Schnittstellenversion in beide Richtungen abgleichen; das wird pro Hotel eingerichtet. Bei Multi-Property-Häusern stimmt das Onboarding-Team die Export-Variante mit euch und dem Protel-Support ab.
Die Frage "Hat das CRM eine Protel-Schnittstelle?" ist schnell beantwortet. Entscheidend für den Alltag sind Version und Lizenz, Einwilligungen im Gastprofil und bei Gruppen das Multi-Property-Setup. Wer diese Punkte vor dem Start mit CRM-Anbieter und Protel-Partner klärt, bekommt eine Schnittstelle, die im Hintergrund läuft, und weiß genau, welche Pflege am Empfang bleibt.

